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LOTTE Championship: Polly Mack nach 36 Löchern erstmals in Führung – „Das Timing stimmt“

Zwölf unter Par, zwölf Birdies, kein einziges Bogey: Polly Mack führte bei der LOTTE Championship presented by Hoakalei nach der zweiten Runde gemeinsam mit einer Konkurrentin. Danach sprach sie über ihr Vertrauen ins eigene Spiel und ihre Gelassenheit.

Polly Mack hat bei der LOTTE Championship presented by Hoakalei zum ersten Mal ein Turnier nach 36 Löchern angeführt. Nach der zweiten Runde lag sie bei 12 unter Par und teilte sich die Spitze. In zwei Runden spielte sie zwölf Birdies und kein Bogey. „Es fühlt sich wirklich gut an. Es fühlt sich an, als würde die Arbeit, die ich zuletzt und eigentlich das ganze Jahr über investiert habe, genau jetzt zum Vorschein kommen", sagte Polly Mack auf der Pressekonferenz am 2. Oktober.

Ihr Team sei wohl auch ein wenig erleichtert, dass sich etwas zum Guten wende, meinte sie. Überrascht habe das in ihrem Umfeld aber niemand: „Wir wussten alle, dass es kommt. Mein engerer Kreis wusste, dass es in mir steckt, und ich weiß, dass es in mir steckt." Das habe sie in diesem Jahr auch schon einige Male gezeigt. „Gutes Timing", fasste sie zusammen.

Mit dem Driver zu den Birdie-Chancen

Den Grund für ihre starke Form sah Mack darin, dass vieles zusammenkam, an dem sie in diesem Jahr gearbeitet hatte. Ihre Abschläge seien derzeit sehr stark, was ihr auf diesem Platz sehr helfe. An den Annäherungen habe sie viel gearbeitet, und auch das Putten laufe sehr rund. „Dieser Platz kommt mir entgegen, und ich spiele ihn zu meinem Vorteil", sagte sie.

Vor allem ihre Länge vom Tee habe sie ausgenutzt. Sie habe oft den Driver spielen können, was auf vielen anderen Plätzen nicht möglich sei. Hier gebe es dafür genug Platz. Danach habe sie häufig nur noch ein Wedge ins Grün gebraucht, die Bälle nah an die Fahne gebracht und sich so viele Birdie-Chancen erspielt.

Auch das Birdie an der 18, mit dem sie sich die Führung teilte, ging auf einen Drive mitten aufs Fairway zurück, bei dem ihr der Wind half. Aus rund 220 Yards und mit etwas Rückenwind traf sie ihr Eisen 4 gut, aber nicht perfekt, und landete knapp vor dem Grün. Den Putt vom Vorgrün ließ sie kurz, danach blieben ihr noch etwa sechs Fuß. „Ich bin einfach ruhig geblieben und wusste, dass das Ergebnis so oder so in Ordnung ist. Aber ich war froh, als er gefallen ist", sagte Mack.

Bewusst ohne große Erwartungen

Ob sie mit einem solchen Start gerechnet hatte? Mack antwortete gelassen: „Golf ist Golf." Manchmal habe man das Gefühl, und es zeige sich trotzdem nicht in den Scores, manchmal sei es genau umgekehrt. Deshalb habe sie ihre Erwartungen an diese Woche bewusst niedrig gehalten und vor allem versucht, Spaß zu haben. Schließlich sei man auf Hawai'i, und es sei auf und neben dem Platz eine schöne Woche.

Vor dem Turnier war viel über starken Wind gesprochen worden, dazu kam Regen. Trotzdem blieb Mack 36 Löcher lang ohne Bogey. Fehler würden passieren, sagte sie, Golf sei ein Spiel der Fehlschläge. „Ich habe ehrlich gesagt an den richtigen Stellen danebengeschlagen." Schon in der Vorwoche seien ihr einige gute Up-and-Downs gelungen. Das habe ihr Selbstvertrauen gegeben, dass sie das Gefühl im kurzen Spiel hat. Insgesamt hielt sie den Kurs für einen, auf dem man gut scoren kann.

Auf die Frage, wie sie ihren Schwung mit ins Wochenende nehmen wolle, blieb sie bei ihrer Linie: „Dasselbe: keine Erwartungen, einfach mit dem Flow gehen, den Schwung jedes Schlags und jedes Lochs genießen und auf der Welle reiten" („just ride the wave").

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